Sozialdemokraten kassieren bitterste Niederlage

#1 von Andreas Bylaitis , 24.10.2016 10:47

Kommentar zum Wahlergebnis in Litauen mit Ausflügen nach Deutschland :

In Litauen sind Bauern und Grüne eine Partei der politischen Mitte

Das Wahlergebnis in Litauen spricht Bände über den Zustand der Republik. Litauische Grüne befinden sich in der Mitte der Gesellschaft zusammen mit ihren natürlichen Verbündeten den Bauern. Auch in Deutschland dürfen die Bauern den Grünen dankbar sein, ökologische Modernisierung und die Energiewende haben den Geldsäckel der Bauern prall gefüllt. In Litauen zeichnet sich allerdings dramatisches ab. Die unselige Koalition aus Sozialdemokraten (größtenteils ehemalige Kommunisten und Handlungsreisende in Sachen Ich AG) und Arbeitspartei (Inkompetenz und Korruption bis zum geht nicht mehr) sowie die sogenannte Partei der Ordnung und Gerechtigkeit (sie konnte sich behaupten) haben das Land in eine Krise geführt.
Ein Korruptionsskandal nach dem anderen belastete die Regierung in ihren Grundfesten und kaum ein Tag verging, indem jeden Tag deutlich wurde wie unterschiedlich die Präsidentin und der Premier die Lage einschätzten.
Diese Wahl wurde von den jungen Litauern bestimmt. Noch nie sind so viele junge Menschen zur Wahl gegangen. Es gab geradezu einen Aufruf einen Punkt zu setzen und die Veränderung in Litauen einzuleiten Keiner wollte mehr die alte Nomenklatura die in zahlreichen Verkleidungen, mal im Kostüm der Arbeitspartei oder der Sozialdemokraten, regierte und hauptsächlich ihre Klientel versorgte.
Hauptursache der Niederlage der Sozialdemokraten war jedoch ihr permanentes nach links blinken und dann rechts abbiegen.
Die Sozialdemokraten die sich 2004 durch eine Vereinnahmung der alten Litauschen Sozialdemokatischen Partei durch die ehemaligen Kommunisten neu formierte und ihr altes Anlitz als politische Alternative vollkommen verlor, agierte nur noch als die alte Kaderpartei kommunistischer Prägung, übrigens sehr zum Gefallen der deutschen Sozialdemokraten. Sie verharrte in der Opposition und gewann die Wahlen aufgrund der allgemeinen Finanzkrise und änderte allerdings nichts bis auf die merkwürdigen Sprüche von Premier Butkevicus, der die Migranten in England nach Litauen wieder einlud, nachdem der Brexit in GB gewann. Wer allerdings diese Menschen zum Minimallohn von 300 Euro / Monat einlädt hat anscheinend nichts verstanden.
Es gibt allerdings eine andere Grüne Partei,. die unter 2 % blieb und die eigentlich nur eine Partei von Linas Balsys war, ein ehemaliger Journalist und Berater der Präsidentin, der sich aber mit ihr überwarf. Er hatte es versäumt seine Partei auf breiten Füssen zu stellen und sympathisierte mit den Sozialdemokraten mit denen er die Politik Grybauskaites permanent kritisierte. Lustigerweise setzten die deutschen/europäischen Grünen auf ihn, auch weil die Etablierten litauischen Kräfte im EU Parlament dies unterstützten. So kann man sich verlaufen, wenn man sich nicht auskennt.
Was nun passiert ist allerdings nicht klar. Mit der Regierungsbildung
sind die Bauern und Grüne beauftragt, welche Richtung sie einschlagen steht noch nicht fest, aber jetzt lohnt es sich das Programm durchzulesen und es ist spannend was jetzt in Litauen passiert.

Andreas Bylaitis  
Andreas Bylaitis
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2.Wahlgang in Litauen

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